verschi vario+

Belastungsschutz für Naturstein

verschi vario +
Die innovative Verschiebesicherung

  • Regelwerk

    Neues Regelwerk zum Schutz von Belägen in ungebundener Ausführung zur Verhinderung von Verschiebungen unter Verkehrsbelastung. Pflaster und Platten aus Beton oder Naturstein in ungebundenen oder mit gebundenen drainfähigen Tragschichten in ungebundener Ausführung.

    Seit Januar 2014 ist von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen in Köln (FGSV) des MB M F G / R2 wirksam. In diesem Regelwerk wird speziell darauf hingewiesen, dass es unter Verkehrsbelastung (VB) durch starke Schub- oder Torsionskräfte zu Verschiebungen kommen kann. Dies kann auch bei umsichtiger Planung und Ausführung passieren. Hier reicht es aus, wenn es lediglich zu temporären Überbeanspruchungen kommt, die nicht vorhersehbar waren. Oftmals befinden sich die Objekte dann noch in der Gewährleistungsphase. Dies bedeutet mit Sicherheit viel Ärger, langfristige Untersuchungen, Schriftverkehr durch Instanzen und letztlich gibt es sogar eine gerichtliche Entscheidung. Neben dem Imageverlust, Zeit- und Geldaufwand sind das alles Dinge, die wohl niemand letztlich braucht. Informieren Sie sich, falls noch nicht vorhanden, in den aktuellen Regelwerken, wie solche Probleme verhindert werden können. Sie geraten bei großformatigen Elementen > 320 mm in die Sonderbauweise, sollten diese Flächen fahr-dynamisch belastet werden. Dann stellt sich die Frage, wie dick sollte das Produkt gewählt werden? Welcher konstruktive Oberbau müsste für den gewählten Lastfall ausgeführt werden, um die auftretenden statischen und dynamischen Kräfte schadlos abtragen zu können? Hierbei spielen die technischen Eigenschaften, gerade bei Naturstein, eine entscheidende Rolle. Der gute Kontakt zur Beton- und Natursteinindustrie ist wichtig, da schon in der Planung die geeigneten Produkte ausgewählt werden sollten.

  • Hinweise

    Hinweise zur allgemeinen Planung mit Großformaten

    Innerstädtische Verkehrsräume wie Fußgängerzonen, Stadtplätze und andere repräsentative Gestaltungsflächen, kommen immer mehr unter zunehmende Verkehrsbelastung. Immer häufiger wird in den Zufahrten, auf Platzsituationen oder Straßen mit Richtungsverkehr spurgefahren oder durch Kurven und Gefällestrecken in einzelnen Bereichen der Gesamtfläche eine extremere Belastung ausgeübt.

  • Verschiebesicherung

    Nur diese Abschnitte müssen gesondert geschützt werden (Verschiebesicherung)

    Sollten diese Abschnitte aus gestalterischen Gründen mit Großformaten belegt sein, dann sind diese Straßenabschnitte besonders für Verschiebungen anfällig, da auf großen Platten bis 1200 mm Seitenlänge ganze LKW oder Busachsen bremsen. Es gilt hier ein wirksames Widerlager zu schaffen, um die auftretenden Schub- und Scherkräfte aufnehmen und schadlos abtragen zu können. Da dies bereits von den Experten erkannt wird, versucht man mit speziellen Verlegeverbänden diesen Kräften entgegenzuwirken. Die Praxis zeigt, dass diese Maßnahmen häufig nicht ausreichen. Die entwickelten Erdankerplatten können diesbezüglich für verschiedene Verbände eingesetzt werden. Oftmals wechselt der Verband innerhalb einer Baumaßnahme je nach Belastung. Vierzehn verschiedene Anker (Verschiebesicherungen) sichern eine Vielzahl der wichtigsten Verbände im Straßenbau. Ab 2016 steht eine neu entwickelter Verschiebeschutz » VERSCHI vario + « bereit. Sie passen sich den unterschiedlichsten Nockenausführungen variabel an hunderte von Formen an. Dennoch finden sie nur ihren Einsatz an den gefährdeten Bereichen. Dazu gehören: Stoppstrecken, Spurfahrbereich, Wendepunkte, Gefällestrecken u. ä.. Bisher baute man in diesen Bereichen konstruktiv aufwändige Querriegel auf einem Betonfundament ein. Dies bedeutet einen hohen Zeitaufwand, hoher Materialeinsatz sowie hohe Lohnkosten. Ein Querriegel mit den modernen Erdankern dauert nur wenige Minuten. Wobei die konservative Bauausführung mehrere Tage in Anspruch nehmen würde. In den zurückliegenden Bauausführungen wurden ca. 500 Projekte durch die neue Ankertechnik gesichert. Es ist bis zum heutigen Zeitpunkt kein Problem bekannt geworden. Die Funktionalität aller geschützten Bereiche ist somit trotz extremer Belastung sichergestellt. Durch die ständige Erhöhung der Achslasten kommen die Beläge weiter unter extreme Belastung. 2007 hat sich die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen mit den veränderten Bedingungen tiefgründig beschäftigt. 2014 wurde durch den Arbeitskreis Großformate das neue Merkblatt MFG für großformatige Platten und Pflaster aus Naturstein oder Beton unter Verkehrsbelastung verabschiedet. Diese neue technische Anleitung wurde zum Stand der Technik erklärt und mit dem Buchstaben »R2« gekennzeichnet. Hier wird explizit auf die Bedeutung von Verschiebesicherungen in belasteten Bereichen hingewiesen. Selbst nicht geeignete Kreuzfugenverbände können in gewissem Umfang mit Verschiebesicherungen geplant und ausgeführt werden. Die positive Bedeutung hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit ist nicht mehr strittig. Durch die Vermeidung von Schäden, Rückbauten, Rechtsstreitigkeiten, Terminverzögerungen und vielen weiteren Unannehmlichkeiten können Ärger, Geld und Zeit eingespart werden. Alle Beteiligten von der Bauherrschaft, Planung und Ausführung haben diese Sicherheitstechnik und Schutzmaßnahmen angenommen. Zurzeit werden deutschlandweit unzählige Projekte durch diese Technik gesichert. Selbst bei bereits ausgeführten Projekten ohne Verschiebesicherungen, die den Belastungen nicht standhalten konnten, wurde nach Bedarf nachgerüstet. Die reparierten Flächenabschnitte konnten die Gesamtfläche wieder sichern und stabilisieren. Die Sicherheitstechnik kann für die ungebundene Ausführung sowie für die ungebundene Ausführung mit gebundener Tragschicht eingesetzt werden. Um einen praktischen Vergleich heranzuziehen bildet die Ankertechnik den „Airbag“ unter dem Belag. Die temporär auftretenden Belastungsspitzen können somit aufgenommen werden und schadlos über die Bettung in die Tragschicht abgeleitet werden.

Der verschi vario+
Verlegebeispiele